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Gegen binäre Denkschemata im Nahostkonflikt

15. Oktober 2023

Die österreichische Tageszeitung «Der Standard» hat ein Interview veröffentlicht mit Meron Mendel, dem Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt. Themen des Gesprächs sind das Massaker der Hamas-Terroristen in Südisrael, Antisemitismus in der Linken, sowie generell der Umgang mit dem schwierigen Nahostkonflikt. Hier ein lesenswertes Zitat aus dem Gespräch:

«In Debatten zum Nahostkonflikt tendieren wir zu einem binären Denkschema. Entweder sind die Palästinenser die Täter und die Israelis die Opfer, oder umgekehrt. Für mich sind alle Zivilisten unschuldig, ich unterscheide nicht zwischen einem toten Kind im Kibbuz oder einem toten Kind in Gaza-Stadt. Den Grundmaßstab bilden Menschenrechte und Menschenwürde. Diese sind unantastbar und geben keine Grundlage ab, um zwischen Muslimen und Juden zu unterscheiden. Mein Herz ist bei den verschleppten Kindern aus Israel. Mein Herz ist bei den palästinensischen Kindern. Das bedeutet aber nicht, dass beide Seiten moralisch auf gleicher Ebene stehen. Die brutalen Morde der Hamas-Terroristen stellen einen neuen moralischen Tiefpunkt in Nahost dar.»

Komplexer Nahostkonflikt

Der Nahostkonflikt mit seiner langen Geschichte und den vielfältigen Einflüssen ist sehr komplex. Eine der vielen Herausforderungen besteht darin, nicht vorschnell in starres Feind-Freund-Denken zu fallen, zugleich aber dort moralisch eindeutig Stellung zu nehmen, wo dies notwendig ist.

Meron Mendel bringt dazu etwas Wichtiges auf den Punkt: Auch im Nahostkonflikt soll das Mitgefühl leidenden Menschen auf beiden Seiten zukommen. Das heisst zugleich jedoch nicht, dass die Taten moralisch gleich bewertet werden müssen.

Die Hamas-Terroristen haben Kinder, Frauen, ältere Menschen und Männer gezielt gesucht, gejagt und brutal ermordet. Weil sie Jüdinnen oder Juden sind. Auch beim Einmarsch der israelischen Armee in den Gazastreifen werden unschuldige Zivilisten umkommen. Das ist aber nicht das Ziel der israelischen Armee. Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung. Dazu kommt, dass die Hamas Frauen und Kinder sein Jahren als menschliche Schutzschilder missbraucht. Sie betreibt ihre Stellungen mit Absicht in Wohngebieten, bei Kindergärten und Schulen. Sie profitiert propagandistisch davon, wenn durch israelische Aktionen Zivilisten umkommen. Und während Israel nach Möglichkeit Zivilisten in einem bestimmten Gebiet vorwarnt, bevor der Beschuss anfängt, hindert die Hamas die Menschen oft an der Flucht. Das ist an Zynismus und Menschenverachtung fast nicht zu überbieten.

Die israelische Armee kann für konkrete Aktionen kritisiert werden, die Politik der israelischen Regierung sowieso. Wer aber die mörderische Aktion der Hamas mit dem Vorgehen der israelischen Armee als Antwort darauf moralisch auf eine Stufe stellt, ist auf dem Holzweg.

Leider sieht es im Nahostkonflikt wieder einmal so aus, als ob es nur schlechte Lösungen gäbe. Für die Betroffenen Zivilistinnen und Zivilisten auf beiden Seiten ist das eine Katastrophe sondergleichen.

Quelle des Zitats:

ANTISEMITISMUS:

„Ich unterscheide nicht zwischen einem toten Kind im Kibbuz oder in Gaza“ (Der Standard)

Website der Bildungsstätte Anne Frank

Kategorie: Israel / Antisemitismus Stichworte: Anne Frank, Antisemitismus, Freund-Feind-Denken, Gazustreifen, Hamas, Israel, Juden, Menschenrechte, Menschenwürde, Nahostkonflikt, Palästinenser, Zynismus

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