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Transgender-Beratung sollte ergebnisoffen statt aktivistisch-affirmativ sein

Transgender-Beratung für Eltern, Grosseltern, Lehrpersonen und weitere Menschen, die sich zu diesem Thema Sorgen machen, sollte sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientieren. Sie sollte ergebnisoffen sein statt aktivistisch-affirmativ!

In den letzten Jahren hat die Zahl der Jugendlichen zugenommen, die glauben, im falschen Körper geboren zu sein. Bei Minderjährigen ist dabei oft schnell von Pubertätsblockern, gegengeschlechtlichen Hormonen oder gar Operationen die Rede. Für Betroffene, ihr Umfeld und die Gesellschaft ist das eine grosse Herausforderung. Denn der psychische Druck ist zwar häufig gross, die Therapien sind jedoch hochgradig invasiv und führen zu lebenslanger Abhängigkeit von Medizin und Pharmaindustrie. Die Transgender-Beratung vieler Beratungsstellen ist affirmativ. Das heisst, die Selbstdiagnose und Eigeninterpretation der Betroffenen wird ohne Einschränkung übernommen und bestätigt. Das ist fragwürdig, denn ein affirmatives Vorgehen ist in keinem anderen Bereich der Psychotherapie und Medizin üblich. Als Sorgfältig und professionell gilt eine ergebnisoffene Diagnostik und Exploration.

In der Transgender-Beratung führt ein affirmativer Ansatz dazu, dass andere Ursachen für das Leiden am eigenen Geschlecht rasch aus dem Blick geraten – zum Beispiel Autismus, Depression, Pubertätskrise, ADHS – die in diesem Kontext häufig vorkommen. Die Selbstdiagnose «Trans» wird dogmatisch vorausgesetzt und die Behandlung von anderen Faktoren fällt unter den Tisch. Affirmative Transgender-Beratung birgt deshalb ein grosses Risiko von Fehlbehandlungen. Das ist fatal vor allem bei Jugendlichen. 

Risiken der unkritisch-affirmativen Transgender-Beratung

Die Risiken einer einseitigen, affirmativen Transgender-Beratung hat Prof. Dr. med. Urs Eiholzer im Swiss Medical Forum zusammengefasst. Er ist Leiter des Pädiatrisch-Endokrinologischen Zentrums Zürich (PEZZ):

“Sind Betroffene einmal in der transaffirmativen Blase gelandet, finden sie dort ähnlich betroffene Peers und auch Fachleute. Alles, was sie von jetzt an lesen und hören, wird sie in ihrer Wahrnehmung, dass sie im falschen Körper wohnen würden und dass man das relativ einfach beheben könne, bestätigen. Von der Gender-affirmativen Psychiaterin zum Gender-affirmativen Endokrinologen und weiter zur Gender-affirmativen Chirurgin ergibt sich keine wirklich kritische Auseinandersetzung mit dem wahrgenommenen Problem mehr. Das alte Umfeld, das relativiert und warnt, insbesondere die Familie, bleibt oft aussen vor. Eltern, die kritische Fragen stellen, werden als «transphob» abgestempelt und so ihren Kindern zusätzlich entfremdet. Auch in der Schweiz berichten Eltern, dass alles zu schnell gehe. Insbesondere werfen die Eltern den Fachleuten vor, dass zu wenig abgeklärt werde, ob das Bedürfnis nach einer Transidentität nicht die Folge von akuten psychischen Schwierigkeiten und seelischen Nöten darstellen könnte, die zuerst behandelt werden müssten, bevor man das Bedürfnis punkto Geschlechtsidentität und Geschlechtsumwandlung beurteilen könne.”

Quelle: Einseitig und unkritisch – und Jugendliche sind keine Erwachsenen (Swiss Medical Forum)

Die Risiken der affirmativen Transgender-Beratung beschreibt auch der Kinder- und Jugendpsychiater Dr. med. Alexander Korte in seinem Buch «Hinter dem Regenbogen». Er warnt vor einer transaffirmativen Therapie, «welche den Trans-Wunsch nicht hinterfragt», und führt dazu aus:

«Der Behandlungsansatz schliesst die Empfehlung an die Eltern sowie andere Bezugs- und Erziehungspersonen ein, dem Kind frühzeitig ein Auftreten im Wunschgeschlecht bzw. in der präferierten Geschlechtsrolle zu gewähren und es mit gegengeschlechtlichen Vornamen anzusprechen. Mithin wird sogar befürwortet, das Kind in Kindergarten, Schule oder sonstigen Betreuungseinrichtungen ganz unter dem gewünschten Geschlecht und Namen zu führen, was einer vollständigen sozialen Transition entspricht……Der Ansatz läuft meistens mehr oder weniger automatisch auf eine pubertätsblockierende Behandlung hinaus, die von den Befürwortern dieses Vorgehens als medizinisch unbedenklich und ethisch unproblematisch dargestellt wird……

Aus zwei Gründen ist das transaffirmative Vorgehen problematisch. Zum einen basiert es auf Annahmen, die angesichts der Datenlage als unhaltbar bezeichnet werden müssen. Zum anderen schafft es eine Situation, die es dem Kind deutlich erschweren dürfte, unter Umständen sogar unmöglich macht, im Falle einer Überwindung des Identitätskonflikts wieder in seinem Geburtsgeschlecht aufzutreten. Anstelle der ausgangsoffenen Begleitung läuft der Behandler Gefahr. Die normative Kraft des Faktischen zu übersehen und eine transsexuelle Entwicklung als die vermeintlich einzige Option aktiv zu forcieren. Kurzgefasst: Eine das Kind in seiner “Transidentität“ bestärkende therapeutisch-pädagogische Haltung und die frühzeitige Weichenstellung lassen entwicklungspsychologisches Grundwissen und, sofern es sich um Jugendliche handelt, basale Kenntnisse über Adoleszenzkrisen und Altersrollenkonflikte vermissen. Angesichts des Wissens um die deutlich grössere Suggestibilität von Kindern bleibt zu befürchten, dass der einmal aufs Gleis gesetzte Zug nicht mehr (oder nur noch schwer) zu stoppen ist, diese Art des Vorgehens also eine Persistenz der Geschlechtsdysphorie zur Transsexualität präjudiziert, – und damit eine mit Risiken und Nebenwirkungen behaftete Transformationsbehandlung.» (Seiten 244/245)

Die affirmative Transgender-Beratung hat sich unter dem Einfluss von Aktivistengruppen weitgehend durchgesetzt. Sie spurt aber einen risikoreichen, eng abgesteckten Weg vor und basiert auf dogmatischen Annahmen, für deren Gültigkeit und Relevanz Belege fehlen.

Ergebnisoffene Transgender-Beratung tut Not

Eltern, Grosseltern, Lehrpersonen und weitere Menschen im Umfeld von Betroffenen suchen oft nach Informationen und Unterstützung. Problematisch ist dabei, wenn sie nur einseitig mit affirmativer Transgender-Beratung in Kontakt kommen. Hier deshalb Hinweise auf offenere, kritischere, weniger dogmatische Informations- und Unterstützungsangebote:

► Infotreffpunkt Identitätspolitik

Der Infotreffpunkt Identitätspolitik bietet erste Orientierungen über Unterstützungsmöglichkeiten und zu fundierten wissenschaftlichen Fakten zur Transgender-Medizin. Das geschieht online und/oder mit Treffen im realen Leben.

► Elternverein AMQG (Schweiz)

AMQG setzt sich für junge Menschen mit Geschlechterfragen, deren Eltern, Angehörige und ihr Umfeld ein und fördert einen angemessenen, vielfältigen und nicht-aktivistischen Ansatz im Umgang mit Geschlechtsdysphorie. Informative Website.

► Interessengemeinschaft Transteens-Sorge-berechtigt (Deutschland)

Transteens-Sorge-berechtigt ist eine Interessengemeinschaft von Eltern mit genderunsicheren oder genderdysphorischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Informative Website zum Thema.

Siehe auch:

Infotreffpunkt «Hinter dem Regenbogen» zur Transgender-Medizin  für weitere Informationen und Termine.

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