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Ecosia und Qwant entwickeln europäische Suchmaschine

16. August 2025

Europa ist im digitalen Bereich hochgradig abhängig von den USA. Auf dem Hintergrund der politischen Entwicklung in den USA ist diese Abhängigkeit nicht hinnehmbar. Immer deutlicher zeigt sich, dass digitale Souveränität unverzichtbar ist für Demokratien. Es wird aber nicht leicht sein, dieses Ziel zu erreichen – und es wird teuer. Im Bereich der Suchmaschinen entwickeln die Suchmaschinenanbieter Ecosia (Deutschland) und Qwant (Frankreich) nun den eigenen, europäischen, datenschutzorientierten Suchindex. Sie haben dazu ein Joint Venture gegründet mit dem Namen European Search Perspective (EUSP).

Ecosia-Chef Kroll zählt Suchmaschinen zur kritischen Infrastruktur

Christian Kroll, der Geschäftsführer von Ecosia, erklärt in der FAZ:

„Bisher laufen alle Suchmaschinen, die es gibt, auf Bing oder Google, also auf US-Technologie.“ Das bedeutet, dass die Suhresultate auf den Suchindizes von Microsoft oder Google basieren. Das funktioniere gut, solange wir uns mit den Amerikanern gut verstehen. Es könne jedoch zu einem großen Problem werden, sollte sich das ändern. Europa sei erpressbar, weil es bei einer wirtschaftsnotwendigen Infrastruktur vollständig abhängig sei. „Wenn Trump sagen würde, den Europäern geben wir jetzt mal keinen Zugang mehr zu unseren Suchtechnologien, dann müssten wir in Deutschland und Europa aktuell einfach zurück zu Telefonbüchern. Wir haben nichts. Wir haben bei solchen Technologien einfach keine Alternativen“, erklärt Christian Kroll.

Ein unabhängiger Suchindex sei auch für KI-Entwicklung wichtig. Ecosia und Qwant haben in das gemeinsame Projekt bereits mehrere Millionen Euro investiert. Die „digitale Souveränität als Basis ist für eine demokratische Gesellschaft“ sei so wichtig, dass man weiter in die Entwicklung des Suchindex investieren wolle. „Wir sind auch immer offen für öffentliche Investition, denn es ist öffentliche Infrastruktur“, sagt der Ecosia Geschäftsführer. Man mache das selbstverständlich für das eigene Unternehmen, „aber letztlich helfen wir damit auch eine bessere Zukunft für Europa aufzubauen.“

Quelle:

PLAN VON ECOSIA: Wie Europa eine eigene Suchmaschine bekommt (FAZ)

Ohne Paywall hier.

Kommentar:

Ecosia hat keine eigenen Gewinnabsichten und investiert Überschüsse in Umweltprojekte. Die Suchergebnisse und auch die Suchanzeigen werden jedoch von Google und Microsoft Bing geliefert. Das Projekt, einen eigenen Suchindex zu entwickeln, der von den US-Tech-Giganten unabhängig ist, ist hoch willkommen und unterstützenswert.

Suchmaschinen haben eine enorme Macht, weil sie mit ihren intransparenten Algorithmen entscheiden, welche Webseiten aus dem unendlichen Internet ein Nutzer zu sehen bekommt. Die Kriterien, mit denen dabei Relevanz und Qualität der Webseiten bewertet werden, sind dabei weitgehen undurchsichtig und fragwürdig. Sie können auch ein verzerrtes Bild liefern und potenziell für politische Manipulation missbraucht werden. Daher ist dieses Thema für Demokratien hoch sensibel.

Kategorie: Demokratie & Rechtsstaat Stichworte: Algorithmen, Bing, Demokratien, Deutschland, digitale Souveränität, Ecosia, Europa, Frankreich, Google, KI, Manipulation, Microsoft, Suchmaschinen, Trump, USA

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