Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat neue Richtlinien für den Frauensport beschlossen und setzt damit einen wichtigen Meilenstein für Fairness im Wettkampf. Das ist eine überfällige Korrektur einer Fehlentwicklung, die sich schädlich auswirkt für Demokratie und Gesellschaft.
Athletinnen müssen vor den internationalen Wettbewerben ihr Geschlecht testen lassen. Laut der neuen IOC-Richtlinie müssen sich Athletinnen nur einmal den Test vornehmen lassen, sofern es keine Zweifel am Resultat gibt. Anschliessend seien sie dauerhaft für Wettbewerbe zugelassen, hieß es in einer Mitteilung. Ziel der neune Richtlinie sei es, „Fairness, Sicherheit und Integrität in der Frauenkategorie zu schützen“, erklärt das IOC.
Die neue Regelung gilt ab den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles und umfasst sowohl Einzel- als auch Teamsportarten. Die Teilnahmeberechtigung an allen Wettbewerben der Frauenkategorien bei Olympischen Spielen oder anderen IOC-Veranstaltungen sei ab sofort auf biologische Frauen beschränkt, die auf der Basis eines einmaligen SRY-Gen-Screenings bestimmt werden.
Das SRY-Gen sitzt auf dem Y-Chromosom und setzt in der Regel eine männliche Geschlechtsentwicklung in Gang. Der Nachweis des Gens führt in Zukunft – abgesehen von wenigen Ausnahmen wie der Diagnose einer gestörten Geschlechtsentwicklung – zum Ausschluss von Wettbewerben im internationalen Frauensport. Die Untersuchung kann durch Speichelprobe, Wangenschleimhautabstrich oder Blutuntersuchung geschehen.
Quelle:
IOC verbannt Transfrauen aus Frauensport und verlangt Geschlechtertest (Stern)
Der Leichtathletik-Weltverband hat bereits letztes Jahr Geschlechtstests eingeführt:
«In einer Präsentation vor einem wissenschaftlichen Gremium in der japanischen Hauptstadt am Freitag erläuterte Dr. Stéphane Bermon, Leiter der Abteilung Gesundheit und Wissenschaft bei World Athletics, warum der Weltverband solche Untersuchungen für notwendig hält. Er präsentierte Daten aus den vergangenen 25 Jahren. Diese zeigten, dass Athletinnen mit Störungen der Geschlechtsentwicklung (DSD), die einen 46,XY-Karyotyp mit männlichen Hoden aufweisen, aber bei der Geburt als weiblich registriert wurden, in wichtigen Finalwettkämpfen deutlich überrepräsentiert seien. Dies gefährde die Integrität der Frauenwettbewerbe.»
Quelle des Zitats:
Sex tests brought in after data showed 50-60 DSD athletes in finals, World Athletics says
(The Guardian)
Transfrauen haben eklatante Vorteile im Frauensport
Die neue Richtlinie folgt auf heftige Debatten um biologische Männer, die sich als Frauen identifizieren bzw. deklarieren – und im Frauensport antreten. Noch bei den Olympischen Sommerspielen in Paris 2024 setzte der damalige IOC-Präsident Thomas Bach auf Selbstdeklaration bzw. auf den Eintrag im Pass. Das hatte zur Folge, dass Athleten wie Imane Khelif und Lin Yu-ting, die im Vorfeld männlich getestet wurden und höchstwahrscheinlich auch eine männliche Pubertät durchgemacht haben, in der Frauenkategorie beim Boxen mitmachen konnten und dort Olympiasieger wurden. Eindrücklich war, dass die allermeisten Medien kontrafaktisch durchgehend von Athletinnen sprachen – und immer noch so sprechen. Und dass Menschen, die sich als progressiv sehen, kein Problem damit hatten und haben, wenn biologische Männer an einer Olympiade Frauen verprügeln dürfen und dann noch eine Medaille dafür bekommen. Das ist wie wenn man Frauen sagt, sie sollen sich nicht so anstellen, ein zweiter Platz sei doch auch schön…..
Weitere Infos zu den unfairen Vorteilen von biologischen Männern im Frauensport:
Falschberichterstattung zum Sportler Caster Semenya
Siehe auch:
Medienversagen zum Boxer-Skandal bei Olympia
Olympia-Skandal: Boxerin Angela Carini von «Transfrau» (?) geschlagen