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Medienmacht von Superreichen gefährdet Demokratien

19. April 2026

Superreiche kaufen Medien am laufenden Band und erwerben dadurch eine Medienmacht, die sich gefährlich auswirkt für Demokratien.

In den USA besitzen beispielsweise Elon Musk, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg sowie Larry Ellison und David Ellison einflussreiche Medien und/oder Onlineplattformen. Und sie nutzen ihre Medienmacht oft für ihre eigenen Interessen.

Reiche Unternehmer, die auch Medienbesitzer sind, gibt es aber auch in Europa, so zum Beispiel Vincent Bolloré in Frankreich, Paul Marshall in Grossbritannien oder Christoph Blocher in der Schweiz.

Die Medienmacht von Superreichen ist vor allem eine Gefahr für die Demokratien, wenn Medien dadurch davon abgehalten werden, die Mächtigen zu kontrollieren.

Ein klassisches Beispiel für einen Medienzar, der problematische Macht auf Demokratien ausübt, ist Rupert Murdoch. Er kultivierte in Grossbritannien lange die Abhängigkeit nicht nur konservativer Politiker von seinen Zeitungen und profitierte gleichzeitig von deren wirtschaftsliberaler Politik. Seine Medien – von der «Sun» bis zur «Sunday Times», hatten wesentlichen Anteil daran, dass die Briten 2016 aus der EU austraten. In den USA machte Murdocks Sender Fox News die Ideen der Maga-Bewegung bekannt und half dem Immobilienunternehmer Donald Trump, Präsident zu werden.

Murdoch ist inzwischen 95 Jahre alt und seine Zeitungen und Sender verlieren an Publikum und damit an Einfluss. Damit geht die Medienmacht der Superreichen aber keineswegs zur Neige.

Insbesondere in den USA tritt eine Gruppe von Männern das Erbe von Murdoch an. Dazu gehören hauptsächlich Elon Musk (Plattform X), Jeff Bezos («Washington Post») und Larry und David Ellison (Tiktok, Paramount mit CBS und bald Warner Bros. mit CNN).

Sie sind ausgesprochen machtbewusst und kommen aus dem Silicon Valley. Medien sind nur eine Nebensparte in ihrem Business. Alle stehen sie Donald Trump nahe und zögern nicht, ihre Medienmacht für den US-Präsidenten einzusetzen.

Superreiche mit Medienmacht beeinflussen aber auch in Europa demokratische Prozesse, zum Beispiel Paul Marshall (Grossbritannien), Vincent Bolloré (Frankreich). Bolloré beispielsweise nutzt seine Plattformen, um rechte und rechtsextreme Themen salonfähig zu machen.

Wie lässt sich die Medienmacht Superreicher begrenzen?

Milliardäre nutzen ihre Medien oft, um ihre Agenda zu befördern oder über unliebsame politische Vorschläge herzuziehen. Dadurch werden die Spiesse in der politischen Auseinandersetzung ungleich lang.

Nic Newman forscht am Reuters Institute for the Study of Journalism in Oxford. Er sagt, Medien sollten als eine der Kontrollinstanzen fungieren, die die Demokratie schützen:

«Wenn Medien Eigentümer aus dem Big Business haben, die politische oder andere geschäftliche Interessen verfolgen, sind sie auf viele Arten kompromittiert.»

Und Josef Trappel, der an der Uni Salzburg Medienökonomie lehrt, erklärt:

«Medien sollen diejenigen kontrollieren, die in einer Gesellschaft Macht haben. Wenn jene, die Macht ausüben, die Medien kontrollieren, dann funktioniert das nicht mehr.»

Wege zu finden, mit denen die Medianmacht von Superreichen begrenzt werden können, ist nicht so einfach.

Ein Eigentümer sollte nicht zu viel besitzen, fordert Nic Newman. Dabei stellt sich die Frage, wie Politiker das verhindern können – oder ob sie es wollen.

Ein anderer Ansatz wäre, die Medienkompetenz der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. Zum Beispiel über mehr öffentliche Schulungsangebote, die es ermöglichen, interessengeleitete Informationen der Medien Superreicher ebenso zu erkennen wie Fake News auf Social Media.

Josef Trappel schlägt ausserdem vor:

«Es wäre wichtig, öffentlich-rechtliche Medien zu stärken. Diese haben die Aufgabe, eine Balance zwischen verschiedenen Meinungen herzustellen.» Er weist darauf hin, dass öffentlich-rechtliche Medien von der Gesellschaft kontrolliert werden müssen, nicht von der Regierung wie in der Vergangenheit in Ungarn, wo der Rechtspopulist Viktor Orbán mit seinem Freundeskreis die Medienlandschaft unter seine Kontrolle gebracht habe. Gebe es dagegen wie in Skandinavien starke, unabhängige öffentlich-rechtliche Sender, seien die Bürgerinnen und Bürger signifikant besser informiert als in Ländern ohne ein solches System – wie in den USA.

Objektive Informationen von unabhängigen Medien könnte angesichts der wachsenden Medienmacht Reicher mit Rechtsdrall so notwendig für die Demokratie in Europa und den USA werden wie selten zuvor.

Quelle:

Superreiche kaufen Medien: Das nützt ihren Geschäften – und Rechtspopulisten (Tages-Anzeiger, Abo)

Anmerkungen:

► Wie im Beitrag des Tages-Anzeigers erwähnt, sind öffentlich-rechtliche Medien, die nicht von der Regierung abhängig sind, wichtig für fundierte Informationen in Demokratien. Darüber hinaus brauchen öffentlich-rechtliche Medien auch Glaubwürdigkeit in weiten Teilen der Gesellschaft. Hier gibt es bei öffentlich-rechtlichen Medien bei bestimmten Themen Schwachpunkte, weil sie ideologisch einseitig aufgestellt sind. Das zeigt sich vor allem, wenn Ideologien aus Identitätspolitik und Postkolonialismus zu stark durchschlagen. Diese Ideologien werden seit Jahren an Universitäten gelehrt und fliessen so in Medien, NGOs und Bildungsinstitutionen ein.

Siehe dazu:

Postkolonialismus: Ideologie und Aktivismus erobern Universitäten

Was ist Identitätspolitik?

► Parallel zur zunehmenden Medienmacht in den USA gibt es dort eine generelle Neigung zur Plutokratie, einem politischen System, in dem die Reichen oder finanzstarke Gruppen das Sagen haben. Siehe dazu:

Plutokratie als Totengräber der Demokratie

Kategorie: Demokratie & Rechtsstaat, Rechtspopulismus / Rechtsextremismus, USA / Trump Stichworte: Aktivismus, Christoph Blocher, CNN, David Ellison, Demokratie, Demokratien, Donald Trump, Elon Musk, EU, Europa, Fox News, Frankreich, Gesellschaft, GlaubwürdigkeitDemokratien, Grossbritannien, Identitätspolitik, Ideologien, Jeff Bezos, Josef Trappel, Larry Ellison, Mark Zuckerberg, Medien, Medienmacht, Meinungen, Murdoch, Nic Newman, öffentlich-rechtliche Medien, Orbán, Paul Marshall, Plutokratie, Politik, Postkolonialismus, Rechtspopulisten, Rupert Murdoch, Schweiz, Silicon Valley, Skandinavien, Superreiche, TikTok, Trump, Ungarn, Universitäten, USA, Viktor Orban, Vincent Bolloré

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