Das Buch von Prof. Susanne Schröter trägt den Untertitel «Wie eine woke Linke Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bedroht».
Die Autorin zeigt eindrücklich auf, wie Identitätspolitik die Wissenschaft unter Druck setzt und verzerrt. Sie zeigt dies an selbsterlebten Beispielen und insbesondere im Bereich der Ethnologie.
Der Verlag schreibt zum Buch von Susanne Schröter:
«Identitätspolitik, Cancel Culture und Wokeness – was an den Universitäten begann, beeinflusst mittlerweile breite Teile der Gesellschaft. Angetreten, um gegen Rassismus und Diskriminierung zu kämpfen und sich für Demokratie und Zusammenhalt einzusetzen, bewirkt eine woke Linke das genaue Gegenteil. Mit Sprachregelungen oder der Tabuisierung gesellschaftlicher Missstände verhindert sie eine offene demokratische Auseinandersetzung. Susanne Schröter, oft genug selbst Ziel woker Angriffe, analysiert die Ideologie der woken Linken und beschreibt, wie diese versucht, in zentralen Bereichen der Gesellschaft die Deutungshoheit zu erobern. Ein unverzichtbares Buch für jeden, der sich für die aktuellen gesellschaftlichen Debatten und Entwicklungen interessiert. Und eine kritische Analyse, die zur Reflexion über die Zukunft unserer Gesellschaft anregt.»
Susanne Schröter studierte Ethnologie, Soziologie, Politikwissenschaften und Pädagogik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie lehrte und forschte unter anderem an der University of Chicago und der Yale University. Im Jahr 2004 wurde sie Inhaberin des Lehrstuhls für Südostasienkunde an der Universität Passau. 2008 wurde sie auf die Professur für „Ethnologie kolonialer und postkolonialer Ordnungen“ und an die Goethe-Universität Frankfurt berufen. Dort war sie während 11 Jahren Principal Investigator im Exzellenzcluster „Herausbildung normativer Ordnungen“ und leitet seit 2014 das „Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam“.
Zitat aus dem Buch «Der neue Kulturkampf» von Susanne Schröter:
«Woke Ideologien entstammen den Universitäten. Dort sind sie entstanden, dort werden sie gelehrt, angeeignet und erprobt. Professoren, Instituts- und Fakultätsleitungen, ja selbst ganze Präsidien werden von woken Aktivisten und ihren akademischen Unterstützern vor sich hergetrieben. Diese geben vor, im Namen von Gerechtigkeit, Humanität und Weltoffenheit zu agieren und sich dem Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus verpflichtet zu fühlen. Tatsächlich geht es um die Durchsetzung einer totalitären Ideologie, die weder gerecht noch human ist. Wer widerspricht, muss mit Störungen von Veranstaltungen, Rufmordkampagnen oder tätlichen Angriffen rechnen. Das schüchtert viele Wissenschaftler ein und führt zu einer Kultur des Schweigens sowie zu einer signifikanten Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit. Doch es geht nicht nur um Freiheitsrechte, sondern letztendlich um einen Angriff auf die Wissenschaft selbst, da woke Akteure eine vollständige Eliminierung von Themen und Positionen anstreben, die ihrer eigenen Weltauffassung widersprechen.»
Quelle:
«Der neue Kulturkampf – Wie eine woke Linke Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bedroht», von Susanne Schröter, Herder Verlag 2024.
Ergänzungen:
☛ Hier geht’s zu einem Vortrag von Susanne Schröter zum Thema:
SIAF Veranstaltung mit Prof. Dr. Susanne Schröter | Der neue Kulturkampf | 23.5.2024
☛ Wie Identitätspolitik die Wissenschaft unterminiert, zeigt dieser Beitrag auf:
Identitätspolitik unterminiert Wissenschaft
☛ Identitätspolitik greift auch verschiedene Elemente der Demokratie an:
Identitätspolitik als Gift für die Demokratie