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Alice Weidel würde als Kanzlerin Trumps «Friedensrat» beitreten

30. Januar 2026

Wenn es nach AfD-Parteichefin Alice Weidel gehen würde, sollte Deutschland dem «Friedensrat» von US-Präsident Donald Trump beitreten. Das lässt tief blicken, denn es ist ein Bückling vor einem Autokraten. Trumps Idee ist nämlich voll und ganz auf sein übergrosse EGO zugeschnitten. Er lädt ein, wen er will und schliesst aus, wen er will. Er beansprucht für sich ein Veto-Recht gegen alle Entscheidungen und will den „Friedensrat“ auf Lebenszeit führen. Was ihm in den USA noch nicht gelungen ist – Alleinherrscher auf Lebenszeit zu werden – das stellt er sich für seinen «Friedensrat» vor.

Für einen permanenten Sitz im «Friedensrat» müsste ein Land eine Milliarde Dollar bezahlen – in bar. Unklar bleibt, inwiefern Donald Trump persönlich von dem Geld profitieren könnte. Ob Alice Weidel auch die verlangte Aufnahmegebühr von einer Milliarde Dollar zahlen würde, ließ sie offen.

Ein «Friedensrat» für Autokraten?

Ursprünglich war der „Friedensrat“ als Teil der zweiten Phase des US-Plans für den Gazastreifen präsentiert worden. In der Charta der Initiative wird das Palästinensergebiet aber nicht mehr erwähnt. Mehrere europäische Staaten äusserten grosse Vorbehalte gegen die Pläne – unter anderem, weil Donald Trump zum Friedensrat auch Kremlchef Wladimir Putin eingeladen hat, der seit Jahren einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt.

Bereits zugesagt haben die Autokratie Belarus unter Lukaschenko und die Scheindemokratie Ungarn unter Viktor Orban.

Der «Friedensrat» scheint besonders auf Autokraten eine unwiderstehliche Anziehung auszuüben. Und das passt halt gut zu Alice Weidel und zur AfD, die konsequent Autokraten wie Putin und Trump in den Hintern kriechen. Um Frieden geht es Trump nicht mit seiner eher fiktionalen Neugründung. Es geht ihm um das, worum es ihm immer geht: Er will damit sein unersättliches EGO füttern und als der Grösste dastehen. Solche Hochstapler dürften niemals in Spitzenpositionen gewählt werden.

Auch wer mit der gegenwärtigen Regierung in Deutschland nicht zufrieden ist, sollte sich hüten, solchen Autokraten-Freunden in Wahlen die Stimme zu geben. In einer Diktatur aufzuwachen ist nicht schön.

Quellen:

AfD zwischen USA und Russland: Mit Weidel säße Deutschland in Trumps Friedensrat (n-tv)

Konkurrenz zu den UN: Trump unterzeichnet Dokument für seinen Friedensrat (n-tv)

Siehe auch:

Demokratie darf uns nicht müde machen, sagt Herta Müller

Herta Müller warnt vor infantilem Verhältnis zum Staat

Verantwortung für Demokratie

Kategorie: Rechtspopulismus / Rechtsextremismus, USA / Trump

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