Helen Joyce hat ein vielschichtiges Buch publiziert über die verschiedenen Aspekte des Transaktivismus. Während etwa Alexander Korte mit seinem Buch «Hinter dem Regenbogen» vor allem die medizinischen und psychiatrischen Aspekte der Transgender-Medizin beleuchtet, geht Helen Joyce vertieft auf die gesellschaftlichen Hintergründe und Folgen des Transaktivismus ein. Zum Beispiel die damit verbundenen Angriffe auf Frauenräume und auf den Frauensport, aber auch die negativen Einflüsse für Schwule und Lesben. Sie schreibt über den Einfluss des Transaktivismus auf Politik und Institutionen, sowie über Stiftungen, die von Milliardären finanziert werden und gemeinsam mit Aktionsgruppen hinter den Kulissen Geld in die Lobbyarbeit pumpen, um auf diesem Weg Gesetzesänderungen im Sinne des Transaktivismus herbeizuführen. Helen Joyce gelingt es dabei ausgezeichnet, den langen Marsch durch die Institutionen aufzuzeigen, den die transaktivistische Bewegung schon hinter sich hat.
Zitate aus dem Buch von Helen Joyce
In der Einleitung schreibt Helen Joyce:
«In diesem Buch geht es um eine Idee, eine scheinbar einfache Idee, die aber weitreichende Folgen hat. Es geht darum, dass Menschen aufgrund ihres Gefühls und darauf basierender Zuordnung als Frau oder Mann gelten sollten, nicht aufgrund ihrer Biologie. Der Begriff dafür: geschlechtliche Selbstbestimmung. Der zentrale Grundsatz dieses sich rasch ausbreitenden Glaubenssystems besteht darin, dass alle Personen über eine Geschlechtsidentität verfügen, die mit dem dazugehörigen Körper übereinstimmen kann oder auch nicht. Stimmen Körper und Identität nicht überein, ist die Person transgender – kurz trans -, und es ist die Identität, nicht der Körper, die bestimmen soll, wie das Umfeld die Person wahrnimmt und behandelt.» (Seite 15)
Helen Joyce geht in ihrem Buch auch auf den Transaktivismus als Medienphänomen ein:
«Wer Detransitioner und skeptische Eltern interviewen will, muss sie aufsuchen und zuerst ein Vertrauensverhältnis aufbauen, bevor sie bereit sind, ihre Erfahrungen mit der Öffentlichkeit zu teilen. Im krassen Gegensatz dazu erhalten die leidenschaftlichsten Fans der Genderidentitätsideologie überall eine Plattform…..
Während die eine Gruppe gefeiert wird, wird die andere verunglimpft und zum Verstummen gebracht. Diese einseitige Dynamik hat sicherlich Auswirkungen auf Kinder, die sich mit dem Thema Transition herumschlagen. Coming-out-Schulversammlungen sowie Lehrkräfte, die untermauern, wie besonders und mutig das transidente Kind ist, tragen dazu bei, dass Kinder in ihrer Transidentität, die sie ohne Cheerleaderinnen und Cheerleader vielleicht aufgegeben hätten, gefestigt bleiben.» (Seiten 131/132)
Zur Autorin: Die irische Journalistin Helen Joyce leitet die Interessenvertretung der Kampagnengruppe Sex Matters. Sie studierte Mathematik und arbeitete in der Wissenschaft, bevor sie in den Journalismus wechselte.
Quelle:
«Fakten über Transgender», von Helen Joyce, Magas Verlag 2024.
Ein YouTube-Gespräch über das Buch von Helen Joyce gibt es hier: