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Identitätspolitik: Darf man noch «Indianer» sagen?

1. November 2024

Identitätspolitik befasst sich oft und obsessiv mit Sprache. Verändert man die Sprache, ändert sich auch die Realität, so die durchaus fragwürdige, zugrunde liegende Überzeugung. Das hat zu zahlreichen Regeln und Tabus geführt. Zu den identitätspolitisch verbotenen Wörtern gehört der «Indianer».

Die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) hat zu diesem Thema Carmen Kwasny befragt, die Vorsitzende der Native American Association of Germany (NAAoG). Sie sieht eine generelle Streichung des Wortes „Indianer“ aus dem deutschen Wortschatz kritisch:

„Das Wort ‚Indian‘ als rassistisch zu bezeichnen, ist sehr problematisch, da es von vielen Native Americans verwendet wird….Ein Verbot ist ein Schlag ins Gesicht dieser Menschen, denn sie identifizieren sich mit ihrer Tribal Nation oder Community.“

Aus dem Fremdbegriff Indianer wurde im Laufe der Zeit häufig eine Eigenbezeichnung, erläutert Carmen Kwasny der KNA. Sie weist auf ein Verzeichnis der Native American Tribes hin, das von der amerikanischen Regierung anerkannt wird. Bei sehr vielen Stammesnationen und Communities sei das Wort „Indian“ bis in die Gegenwart hinein ein Teil ihres Namens.

Vor dem geschichtlichen Hintergrund betrachtet, sei es äußerst problematisch, solche Verbotsentscheidungen über die Köpfe dieser Menschen hinweg zu treffen, erklärt die NAAoG-Vorsitzende. Genau das sei während der Kolonialzeit passiert.

Quelle:

Ist „Indianer“ wirklich rassistisch?  (FAZ)

Ohne Paywall hier: https://archive.is/VxnJx

Anmerkungen zum Thema «Indianer» und Sprachtabus:

► Natürlich stellt sich die Frage, wie repräsentativ dieser NAAoG für die Frage ist, ob „Indianer“ als Bezeichnung von den „Native Americans“ akzeptiert wird. Immerhin gibt es aber in Washington ein „National Museum of the American Indian“ und in den USA ein „American Indian Movement„. So hochgradig tabuisiert, wie es uns die Identitätspolitik verkaufen will, ist der Begriff „Indianer“ unter „Native Americans“ nicht.

► Eindrücklich, wie die Identitätspolitik mit dem «Indianer-Verbot» über die Köpfe sehr vieler Betroffener hinweg agiert.

►Die Aktionen der Identitätspolitik bleiben oft sehr symbolisch, verändern kaum die Realität, entfalten aber maximale Spaltungskraft. Und die Tabus der Identitätspolitik dienen oft als «Tugendsignal» (Virtue Signalling). Wer sich an die gesetzten Regeln hält, zeigt damit, dass er oder sie auf der guten Seite steht. Dazu zwei passende Buchempfehlungen:

☛ Der Psychologe Varnan Chandreswaran:

«Gefangen in der Opferrolle – Warum Wokeness scheitert». Buchbesprechung und Zitate.

☛ Der Philosoph Philipp Hübl:

«Moralspektakel – Wie die richtige Haltung zum Statussymbol wurde und warum das die Welt nicht besser macht». Buchbesprechung und Zitate.

► Zu Philipp Hübl siehe auch die folgenden Beträge:

Philipp Hübl zur digitalen Einschüchterungskultur

Philipp Hübl zum Thema: Moral als Tugendsignal und Waffe

► Sprachliche Sensibilität zur Vermeidung von Diskriminierungen ist natürlich nicht falsch. Aber ausufernden Tugendsignale wie das «Indianer-Tabu» sind ideologische Zwängereien.

► Siehe auch:

Die Stadt Zürich will das Buch «Zigeuner» nicht so nennen

Mohr, Mohrenkopf, Mohrenapotheke – das man das noch sagen?

Kategorie: Identitätspolitik Stichworte: Identitätspolitik, Indianer, Moral, Moralspektakel, Opferrolle, Philipp Hübl, Tugendsignal, Varnan Chandreswaran, Virtue Signalling, Wokeness

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