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Buchtipp: «Der 8. Oktober» von Eva Illouz

20. September 2025

Die bekannte Soziologin Eva Illouz hat ein kompaktes, engagiertes Buch veröffentlicht mit dem Untertitel «Über die Ursprünge des neuen Antisemitismus». Die begeisterten Reaktionen an vielen westlichen Universitäten unmittelbar nach dem Pogrom vom 7. Oktober werfen sehr viele Fragen auf. Wie kommt es, dass scheinbar progressive Linke ein unvorstellbar brutales Massaker an Kindern, Frauen und Männern als Widerstandsaktion feiern? Wo kommt diese unheimliche Nähe her zwischen identitätspolitisch gestrickten Akademikern mit Terroristen, die einer reaktionären apokalyptischen Märtyrerideologie anhängen? Darüber nachzudenken ist ausgesprochen notwendig und Eva Illouz liefert dazu Hintergründe.

Der Verlag schreibt zum Buch von Eva Illouz:

«Am 7. Oktober 2023 verübte die radikalislamische Terrormiliz Hamas verheerende Anschläge in Israel. Doch am nächsten Tag dominierte nicht Mitgefühl für die Angegriffenen die öffentliche Meinung. Vielmehr wurden die Attacken in progressiven Kreisen von Berlin über Paris bis New York als Akt des Widerstands legitimiert, ja teilweise sogar bejubelt. Woher kommt dieser Hass, der sich selbst für moralisch überlegen hält?

Die Ereignisse vom 7., aber auch die vom 8. Oktober haben Eva Illouz tief erschüttert. In ihrer kämpferischen Intervention zeichnet sie nach, wie Identitätspolitik und vom französischen Poststrukturalismus inspirierte Theorien zum Nährboden für ein Denken werden konnten, das historische Tatsachen und die ihnen innewohnende Komplexität ausblendet und Israel zum Inbegriff des kolonialistischen Bösen stilisiert.»

Zitat aus dem Buch von Eva Illouz:

«Bis zum 7. Oktober 2023 glaubte ich, Verbrechen gegen die Menschlichkeit seien die letzten Ereignisse, die abweichende Überzeugungen und Meinungen in einer moralischen Gemeinschaft des Mitgefühls noch zusammenbringen könnten. Und mit schien, dass die politische Sensibilität, die sich am ehesten über Gräueltaten empören würde, meine sei, die linke. Ich habe mich geirrt. Ein beträchtlicher Teil der globalen Linken – unter wechselnden Namen wie identitäre, wache bzw. aufgeweckte, dekoloniale oder progressive Linke – hat die Existenz der Gräueltaten geleugnet oder sie als Akt des ‘antikolonialen Widerstands’ gefeiert. Diese Linke hat die schockierten und leidtragenden Juden im Stich gelassen, ignoriert, stigmatisiert und einer vermeintlichen Urschuld, des israelischen Kolonialismus, bezichtigt. Warum? Wie ist es so weit gekommen?»

Eva Illouz, Jahrgang 1961, ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie Studiendirektorin am Centre européen de sociologie et de science politique, CSE-EHESS in Paris. Für ihr Werk bekam sie viele Auszeichnungen, unter anderem den Frank-Schirrmacher-Preis 2024, den Aby Warburg Preis 2024 und den EMET-Preis für Sozialwissenschaften. Die Bücher von Eva Illouz wurden in viele Sprachen übersetzt.

Quelle der Zitate:

«Der 8. Oktober», von Eva Illouz, Suhrkamp Verlag 2025. 

Ausserdem:

► Das kleine Bändchen ist sehr lesenswert, auch wenn ein Teil der Erklärungen zu den poststrukturalistischen Hintergründen nicht für alle einfach zu lesen sein werden. Die Lektüre ist insbesondere auch Personen zu empfehlen, die sich politisch als links verorten. Denn die Identitätspolitisch und postkolonial gestrickte Linke, um die es hier geht, verrät viele der ursprünglichen Anliegen der Linken, vor allem den Universalismus und die Aufklärung.

Siehe dazu:

Universalismus – seine Bedeutung für die Demokratie

Aufklärung – ihre Bedeutung für die Entwicklung der Demokratie

Wie Postkolonialismus Antisemitismus fördert und Terror legitimiert

► Buchbesprechung in der NZZ.

    Ohne Paywall hier.

Kategorie: Buchtipps, Identitätspolitik, Israel / Antisemitismus Stichworte: Antisemitismus, Aufklärung, Demokratie, Eva Illouz, Hamas, Hass, Identitätspolitik, Israel, Kolonialismus, NZZ, Pogrom, Postkolonialismus, Terror, Universalismus, Universitäten

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