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Die drei Fehler von Trumps Ukraine-Strategie

28. August 2025

Trumps Ukraine-Strategie ist gescheitert. Das erklärt der Politikwissenschaftler Aleksandr Morozov in einem Interview, das in der deutschen Fassung im Magazin «Osteuropa» erschienen ist. Der Krieg werde noch lange andauern. Ein Ende sei überhaupt nicht in Sicht. Der Kreml werde sich nicht mit den vier Gebieten zufriedengeben. Wenn Russland diese eingenommen habe, werde es erst recht zu einer riesigen Gefahr für Europa. Die Frage sei also, wie die Europäische Union in den kommenden 10–15 Jahren auf diese Bedrohung reagiere. Auf die europäischen Demokratien kommen grosse Herausforderungen zu.

Warum scheiterte Trumps Ukraine-Strategie?

Aleksandr Morozov sieht drei Fehler, die zum Scheitern von Trumps Ukraine-Strategie geführt haben:

«Trumps Strategie hat also drei Fehler. Zum einen spricht er zu leicht und schnell irgendwelche Drohungen aus. Zölle, Sanktionen. Es entsteht ein Gewöhnungseffekt, die Drohung wird entwertet. Zweitens hat Trump zu lange behauptet, Putin wolle seiner Meinung nach einen Deal abschließen. Das war sehr seltsam. Es war, als wolle er Putin hypnotisieren, ihn programmieren. Das funktioniert natürlich nicht. Und das dritte ungeeignete Element der Trumpschen Konstruktion war, dass diese an sich ja richtige Initiative die ganze Zeit in eine Wolke gehüllt war, die ihr den Anschein geben sollte, es handelte sich nicht um ein politisches Abkommen, sondern um ein Deal zwischen zwei Unternehmen, weshalb Steve Witkoff ein geeigneter Unterhändler ist. Trump hatte die bizarre Vorstellung: Putin und ich machen High Five, später unterschreibt dann noch irgendjemand irgendwelche Papiere, was da drin steht, interessiert mich nicht.»

Einen weiteren Grund für das Scheitern von Trumps Ukraine-Strategie sieht Aleksandr Morozov in der Persönlichkeit des US-Präsidenten:

«Man konnte sehr gut sehen, dass Trump und sein Apparat Putin nicht nur nicht verstehen, sondern bewusst weggeschaut haben. In den viereinhalb Monaten gab es mehrere Gelegenheiten zu erkennen, dass eine Fortsetzung der Bemühungen sinnlos ist…….Die USA hätten mehrfach sagen können: Wir machen eine Pause, wir bilden uns ein neues Urteil über die Lage. Dann hätte man auch eine Peitsche zeigen können, also glaubhafte Drohungen.»

Nach dem Scheitern von Trumps Ukraine-Strategie werde es keinen zweiten solchen Anlauf geben:

«Wer hofft, dass man Druck auf den Kreml ausüben und ihn zu einem Frieden zwingen kann, der ist äußerst naiv. Das wird nicht passieren. Europa wird über kurz oder lang kämpfen müssen – und darauf gilt es, sich vorzubereiten.»

Quelle:

Europa wird kämpfen müssen – und darauf gilt es, sich vorzubereiten (Osteuropa)

Kommentar:

Das Interview ist als Ganzes lesenswert, auch über den Aspekt des Scheiterns von Trumps Ukraine-Strategie hinaus. Der Schluss, den Aleksandr Morozov zieht, dass Europa über kurz oder lang kämpfen müsse, tönt dramatisch. Dazu muss es allerdings nicht kommen, wenn Europa wieder eine glaubwürdige Abschreckungsfähigkeit aufbaut. Einfach wird das allerdings nicht. Die Wiederaufrüstung wird teuer und es braucht auch einen Mentalitätswechsel. Nach einer langen Phase des Friedens und des Wohlstands fällt es offensichtlich vielen Menschen in europäischen Demokratien schwer zu glauben, dass Krieg eine reale Gefahr ist.

Siehe dazu:

Buchtipp: «Die Rückkehr des Krieges» von Franz-Stefan Gady

Trumps Ukraine-Strategie scheitert auch, weil Putin ins Leere laufen lässt. Dazu hier drei wichtige Punkte ebenfalls erklärt von Aleksandr Morozov:

Warum Putin Trumps Friedensinitiative ins Leere laufen lässt

Kategorie: Ukraine, USA / Trump Stichworte: Aleksandr Morozov, Demokratien, Europa, Europäische Union, Franz-Stefan Gady, Frieden, Kreml, Osteuropa, Putin, Russland, Trump, Ukraine, USA

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