• Menu
  • Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen

pro-demokratie.info

Demokratie und Rechtsstaat stärken

Kopfzeile rechts

Besuchen Sie auch Verschwörungstheorien.info
  • Demokratie und Rechtsstaat stärken
  • Demokratie-Wissen
  • News & Infos
  • Buchempfehlungen
  • Links
  • Unterstützen
  • Suche
  • Demokratie und Rechtsstaat stärken
  • Demokratie-Wissen
  • News & Infos
  • Buchempfehlungen
  • Links
  • Unterstützen
  • Suche

Militärhistoriker Stig Förster zur Signal-Affäre der Trump-Administration

7. April 2025

Der US-Vizepräsident Vance und weitere Regierungsvertreter unterhielten sich in einem Signal-Chat über Kriegspläne im Jemen. Der Vorgang verstiess eklatant gegen Sicherheitsregel. Ein irrtümlich in den Chat eingeladener Journalist veröffentlichte die skurrile Diskussion. In einem Interview für den Tages-Anzeiger wird der renommierte Militärhistoriker Stig Förster auf die «Signal-Affäre» angesprochen und kommentiert sie so:

«Die Signal-Affäre kommt nicht wirklich überraschend. Sie ist ein Ausdruck jener Mischung aus Inkompetenz, Arroganz und Brutalität, welche die neue Trump-Administration kennzeichnet. Dass eine solche Regierung über derart enorme militärische Machtmittel verfügt, ist höchst gefährlich. Krieg wird hier nicht nur banalisiert, sondern könnte bedenkenlos herbeigeführt werden, zumal Empathie für diese Leute offenbar ein Fremdwort ist.»

Quelle:

Interview über Sicherheitspolitik: «Im Kriegsfall wäre die Schweiz nahezu wehrlos» (Tages-Anzeiger)

Was zeigt die Signal-Affäre noch?

Der Militärhistoriker Stig Förster charakterisiert die Trump-Administration wohl treffend, wenn er die Signal-Affäre als Ausdruck von Inkompetenz, Arroganz und Brutalität sieht. Aber was lässt sich darüber hinaus ablesen. Wie kommt es zu dieser eindrücklichen Ansammlung von Inkompetenz, Arroganz und Brutalität, die sich auch in vielen anderen Bereichen dieser Regierung zeigt, zum Beispiel in Wirtschaftsfragen, in der internationalen Politik und im Gesundheitsministerium?

Eine wichtige Ursache dürfte sein, das US-Präsident Donald Trump absolute Loyalität gegenüber ihm selbst bei der Vergabe von Regierungsposten weit höher gewichtet als Fachkompetenz. Eine solche Regierung ist konsequenterweise in vielen Bereichen dilettantisch unterwegs. Für Trump selber – das hat sich schon in seiner ersten Amtszeit gezeigt – ist Loyalität allerdings eine absolute Einbahnstrasse. Er zeigt keine Loyalität gegenüber jenen, die ihm gegenüber loyal sind. Spannungen werden da nicht ausbleiben.

Dass Trump derart konsequent auf Loyalität anstelle von Fachkompetenz setzt, dürfte wohl an seinem hochgradigen Narzissmus liegen. Weil er sowieso alles besser weiss, kann er niemanden neben sich brauchen mit Fachkompetenz. Zudem braucht er bedingungslose Anbetung.

Das sind alles miserable Voraussetzungen für eine kompetente Regierungsführung und es besteht die reale Gefahr, dass die Trump-Administration die USA und wohl auch viele weitere Regionen der Welt mit diesem Dilettantismus in den Abgrund reissen.  Und es ist genau diese Mischung aus «Inkompetenz, Arroganz und Brutalität», die so gefährlich ist. Die Signal-Affäre zeigt dieses Desaster nur deutlich auf.

Was können Demokratien daraus lernen?

Beispiele wie die Signal-Affäre enthalten Lehren für politische Partien und für einzelne Bürgerinnen und Bürger in Demokratien:

► Politische Parteien dürfen niemals Leute für politische Ämter vorschlagen, die derart deutlich narzisstische und autokratische Züge zeigen wie Donald Trump. Politische Parteien tragen hier eine Verantwortung und die Republikanische Partei hat an diesem Punkt komplett versagt.

Siehe auch:

Parteien sind unverzichtbar für die Demokratie

► Bürgerinnen und Bürger sollten sich davor hüten, Personen in politische Ämter zu wählen, die narzisstische und autokratische Neigungen zeigen. Siehe dazu:

Verantwortung für Demokratie

Kategorie: USA / Trump Stichworte: Demokratie, Demokratien, Donald Trump, Narzissmus, Parteien, Politische Parteien, Republikanische Partei, Schweiz, Sicherheitspolitik, Signal-Affäre, Stig Förster, Trump, Trump-Administration, USA, Vance, Verantwortung

Vorheriger Beitrag: « Trump liebt Zölle – sie bringen ihn um den Verstand
Nächster Beitrag: Russland betreibt systematisch Folter in der Ukraine »

Seitenspalte

Neuste Beiträge

«Warum Russland nicht aufhören wird», von Martin Schulze Wessel (Buchtipp)

Martin Schulze Wessel ist Professor für die Geschichte Ost- und …

Waffenstillstand in der Ukraine erhöht die Gefahr für Europa

Der 58-jährige Brite Keir Giles gilt als einer der weltbesten …

Laura Loomer zu Putins Rolle im Ukraine-Krieg

Laura Loomer ist eine US-amerikanische politische Aktivistin und …

Russischer Faschismus in der Ukraine

Der Journalist und Osteuropa-Kenner Luke Harding warnt vor einer …

Die Ukraine im Stich lassen – das sind die Folgen

Man solle die Ukraine nicht mehr mit Waffen unterstützen, dann …

Copyright © 2026 · Martin Koradi · created by cloudWEB · Impressum · Datenschutz