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Buchtipp: «Das Ende des Wokeismus», von Andreas Brenner

7. September 2024

Andreas Brenner ist Philosophie-Professor an der Universität Basel. In seinem Buch kritisiert er den «Wokeismus» als neue Daseinsreligion. Er tut dies prägnant, gut verständlich und in kompakter Form.

Der Verlag «Königshausen & Neumann» schreibt zum Buch von Andreas Brenner:

«Innerhalb weniger Jahre hat sich das öffentlich-kulturelle Leben in Europa und den USA dramatisch gewandelt. Begriffe, die bis dahin in ganz anderen Bereichen eine Rolle spielten, beispielsweise an Flughäfen, regeln und reglementieren nun auch das Leben derjenigen am Boden: Es wird gecancelt oder es werden Safe Spaces geöffnet. So wie ein Flug plötzlich von der Anzeigentafel verschwindet, so verschwinden ganz unvermittelt Vortragstitel aus den Programmen der Veranstalter. Nicht anders kann es Musikern gehen, die auf Grund ihrer Haartracht mit einem Mal als ›unmöglich‹ gelten. Wer sich nicht unmöglich machen will, wird daher genau hinhorchen müssen, was zu sagen opportun ist und vor allem penibel alles vermeiden, was in der neuen Kultur als geächtet gilt. Um es mit einem
Wort zu sagen, man muss in der neuen Kultur des Wokeismus woke sein. Womit der Wokeismus im Furor seines Cancelns auch aufräumt, das ist die Bewegung der Aufklärung. Und so gelten neu nicht mehr Individuen, sondern kollektive Identitäten, nicht mehr Argumente, sondern Glaubensüberzeugungen. Damit aber unterminiert die neue Kultur ihre eigene Grundlage, weswegen man bereits heute, auf dem Höhepunkt seiner Wirkung, vom Ende des Wokeismus reden kann.»

Zitat zum Wokeismus aus dem Buch von Andreas Brenner

«Der Wokeismus ist ein grosses Schuldsystem, das über weite Strecken des alltäglich gelebten Lebens einer Religion gleicht. Die Ähnlichkeit mit dem Christentum ist dabei wenig überraschend, ist doch der Wokeismus ein Produkt der christlich geprägten US-amerikanischen Kultur. Leitend ist dabei das Schuldnarrativ der Erbsündenlehre, an dem sich die Gläubigen zeitlebens abzuarbeiten haben. Diese Mühsal, welche die irdische Welt zu einem, wie Schopenhauer befand, ‘Jammertal` macht, findet indes Trost und Hoffnung im Jenseits. Die Aussicht auf die Erlösung im Jenseits wirkt dabei als Kraftspender, die Arbeit im Diesseits anzupacken und durchzustehen. Der Wokeismus kann als säkulare Religion weder solchen Trost bieten noch kann er seinen Anhängern augenzwinkernd Entlastung bieten. Der Wokeismus wartet mit unerbittlicher Strenge auf.»

Quelle: „Das Ende des Wokeismus“, von Andreas Brenner, Königshausen & Neumann Verlag 2024.

Andreas Brenner schreibt auch über den bedenklichen Hass der Woke-Aktivisten auf die Aufklärung. Allerdings geht er davon aus, dass der Wokeismus seinen Höhepunkt überschritten hat und seinem Ende zu geht. Darin könnte er sich allerdings auch täuschen. Der Wokeismus bzw. die Identitätspolitik ist seit Jahren an Universitäten etabliert und wird dort gelehrt. Absolventinnen und Absolventen dieser Studiengänge sitzen nun in Medien, Bildungsinstitutionen, NGO’s und in der Politik. Dieser Kult wird nicht so schnell abklingen.

Das Buch von Andreas Brenner ist sehr lesenswert.

Siehe auch zum Thema Wokeismus / Identitätspolitik:

Identitätspolitik unterminiert Wissenschaft

Identitätspolitik als Gift für die Demokratie

Was Identitätspolitik mit Religion verbindet

Identitätspolitik und Postfaktualismus greifen Basis der Wissenschaft an

Identitätspolitik unterminiert Demokratie und Rechtsstaat

Was ist Identitätspolitik?

Identitätspolitik versus Universalismus

Kategorie: Identitätspolitik Stichworte: Andreas Brenner, Aufklärung, Demokratie, Europa, Hass, Identitätspolitik, Medien, Politik, Rechtsstaat, Religion, Safe spaces, Universalismus, Universität Basel, USA, Wissenschaft, Wokeismus

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