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Identitätspolitik: «Transphobie» als billige Diffamierungsstrategie

29. September 2024

Im Kontext der Identitätspolitik ist der Transaktivismus eine wichtige Strömung. Der Transaktivismus fordert zwar vehement Toleranz, ist aber selber gegenüber der Infragestellung der eigenen Dogmen maximal intolerant. Eine seiner beliebtesten Diffamierungsstrategien gegen «Abweichler» und Kritiker ist der Vorwurf der «Transphobie». Auffallend ist dabei, wie unkritisch viele Medien diesen Kampfbegriff übernehmen.

Der Ausdruck «Transphobie» nutzt eine aus der Psychologie stammende Definition irrationaler Angstzustände. Als Phobie oder phobische Störung gilt demnach eine krankhafte, unbegründete und anhaltende Angst vor Gegenständen, Tätigkeiten, Tieren oder Menschen wie zum Beispiel die Angst vor Spinnen (Arachnophobie) oder die Angst vor engen Räumen (Klaustrophobie). Als Auslöser einer Phobie wirkt also etwas, das für sich genommen neutral und ungefährlich ist, bei den betroffenen Menschen jedoch Angst oder gar Panikattacken zur Folge haben kann. Die Psychologie beschreibt solche Phänomene deshalb als Krankheitsbild.

Die Begriffsbildung «Transphobie» unterstellt deshalb eine krankhafte Angst vor «Transmenschen».

Vorwurf der «Transphobie» wird kaum je konkretisiert

Auffallend ist, dass die Unterstellung der «Transphobie» kaum je konkretisiert wird. Es wird in der Regel nicht ausgeführt, was die beschuldigte Person genau gesagt oder geschrieben hat. Für diese vernebelnde Darstellung gibt es Beispiele noch und noch.

So wird beispielsweise der „Harry Potter“-Autorin J.K. Rowling regelmässig in den Medien «Transphobie» vorgeworfen. Nur in den wenigsten Fällen wird dabei auch erwähnt, wodurch sie sich diesen Vorwurf «verdient» hat. Würde der Vorwurf konkretisiert, wäre rasch klar, wie lächerlich der Anlass ist. Rowling hatte einen Artikel kritisiert, in dem Frauen als „Menschen, die menstruieren“ bezeichnet werden. Rowling twitterte, dafür gebe es doch sicher ein Wort – und schrieb in Anspielung auf das englische Wort „Women“: „Helft mir. Wumben? Wimpund? Woomud?“ – Dazu muss man wissen, dass Transaktivisten verlangen, den Begriff «Frau» durch «Menschen, die menstruieren» zu ersetzen. Und wer dieses Ansinnen in Frage stellt, wird mit dem Vorwurf der «Transphobie» eingedeckt und hat eine weltweite Hass- und Diffamierungskampagne am Hals.

Diffamierungskampagnen gegen Kathleen Stock und Marie-Louise Vollbrecht

Auch der britische Philosophin Kathleen Stock wird durch transaktivistische Kreise Transphobie vorgeworfen. Die Feministin und Lesbe befasst sich in ihrem Buch kritisch mit der Theorie der Geschlechtsidentität, nach der ein inneres Gefühl darüber entscheidet, ob man ein Mann oder eine Frau ist, während biologischen Fakten keine Bedeutung mehr zugestanden wird. Damit stellt sie Dogmen der Transaktivisten in Frage und das ist diesen Anlass genug für eine weltweite Diffamierungskampagne, die in hasserfüllten Protesten und Drohungen gipfelte. Eine Besprechung ihres sehr lesenswerten Buches «Material Girls – Warum die Wirklichkeit für den Feminismus unerlässlich ist» und weitere Hintergründe zur Kampagne sind her zu finden:

Kathleen Stock: «Material Girls – Warum die Wirklichkeit für den Feminismus unerlässlich ist»

Die Biologin Marie-Louise Vollbrecht sollte in der «Langen Nacht der Wissenschaften» an der Humboldt-Universität in Berlin vor einem geladenen Laienpublikum einen Vortrag mit dem Titel «Geschlecht ist nicht (Ge)schlecht – Sex, Gender und warum es in der Biologie zwei Geschlechter gibt» halten. Ein identitätspolitisch aufgestellter Arbeitskreis von Jus-Studenten kündigte Proteste an und behauptete, die im Titel vertretene Aussage, in der Biologie gebe es nur zwei Geschlechter, sei unwissenschaftlich, menschenverachtend sowie queer- und transfeindlich. Die Universität entschied, den Vortrag aus Sicherheitsbedenken abzusagen. Der Vortrag konnte später nachgeholt werden. Seither ist Marie-Louise Vollbrecht einer weltweiten Diffamierungskampagne ausgesetzt. Und das für einen Vortrag, in dem schlicht der aktuelle Stand des Wissens in der Biologie dargelegt wurde – die Biologie geht von zwei Geschlechtern aus und hat dafür gute Gründe. Die Belege dafür sind hier zu finden:

Identitätspolitik liegt falsch: Die Biologie kennt zwei Geschlechter, nicht mehr

Dort kann man auch einen Vortrag von Marie-Louise Vollbrecht zum Thema anschauen. Dass ein solcher Vortrag als transphob und menschenfeindlich diffamiert wird, lässt sich wohl nur mit einer hochgradigen ideologischen Verzerrung erklären.

Fazit: «Transphobie» und «transphob» sind ideologische Kampfbegriffe. Sie dienen dazu, kritische Einwände vom Tisch zu wischen, mit denen man sich dann nicht mehr auseinandersetzen muss.

Anmerkung:

☛ So wie der Begriff «Transphobie» als Kampfbegriff eingesetzt wird, geschieht das auch mit dem Begriff «Islamophobie». Siehe dazu:

Islamophobie als Kampfbegriff

☛ Warum Identitätspolitik ein Problem für Demokratie und Wissenschaft ist:

Identitätspolitik als Gift für die Demokratie

Identitätspolitik unterminiert Demokratie und Rechtsstaat

Kategorie: Identitätspolitik Stichworte: Biologie, Demokratie, Gender, Geschlechter, Geschlechtsidentität, Identitätspolitik, Islamophobie, J. K. Rowling, Kathleen Stock, Marie-Louise Vollbrecht, Rechtsstaat, Rowling, Transaktivismus, transfeindlich, transphob, Transphobie, Wissenschaft

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